Zwei Sterne über Menziken


Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Friedrich Nietzsche, also sprach Zarathustra)

Beim Anblick des in Nebel gehüllten Burger Weihnachtssterns kamen mir diese Zeilen Nietzsches aus „Also sprach Zarathustra“ in den Sinn. Ein Spruch, der für mich eine grosse Bedeutung hat. 

Ich blickte aus dem weiten Fenster meines Büros. Noch nie hatten wir den Weihnachtsstern auf dem Burger Schulhausdach in der jetzigen Adventszeit so selten gesichtet. Nebel hieß der Spielverderber. Und jetzt, an einem Dienstagnachmittag-kurz vor Weihnachten-, leuchtete der Himmel in einem grauen Gelb. Die Hoffnung auf einige Strahlen der Sonne ließ mich die Arbeit am Pult vergessen. Ich blickte hinaus, bestaunte das Leuchten der unsichtbaren Sonne und des Nebels, , welche zwischen apokalyptischer Weltuntergangsstimmung und kräftigem, erhellendem Licht schwankte.

Ich griff zu meiner Kamera um diesen speziellen Moment festzuhalten. Durch das Auge des Teleobjektiv entdeckte ich sie, die Sonne! Schüchtern versteckt hinter dem Nebel und Wolkengemisch güxelte die Sonne immer stärker als grosse gelbe Scheibe hervor. Ein kleines Hallo! Und kurz darauf zog der Nebel vorbei, die Abendstimmung liess den Burger Stern stärker leuchten - das Chaos von grellen, beinahe surrealen Farben verschwand. Ruhe kehrte ein und die Weltordnung eines Sterns über Menziken war wieder hergestellt. 

Besser als mit einem Zitat Nietzsches hätte man diesen Augenblick nicht beschreiben können. 

Wie sehr liebt ihr das Himmelsspektakel? Schreibt es kurz in die Kommentare, ich freue mich darüber :)!


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